Multimedia lautet das Stichwort: Auch Google AdWords-Anzeigen sind längst nicht mehr ausschließlich einfache Textanzeigen. Mittlerweile bietet Google AdWords eine Vielzahl von Werbemöglichekeiten, die über Image- und Videoanzeigen bis hin zu Werbung auf Google Maps reicht.

Gerade die letztgenannte Werbemöglichkeit wurde in den vergangenen Monaten immer weiter ausgebaut und besser in die Google-Suchergebnisse integriert. Mit Hilfe der „Plus Box“, d.h. einem kleinen blauen Plus-Symbol direkt unter der AdWords-Anzeige, werden zusätzliche Informationen eingeblendet. Bei einem Klick auf dieses Symbol öffnet sich — ohne einen neuen Seitenaufruf zu generieren — ein kleiner Ausschnitt der Google Maps Karte (Google nennt dies „Local Extensions“). Ebenfalls wird die Adresse des AdWords-Kunden angegeben. So kann auch direkt eine Wegbeschreibung aufgerufen werden:

lokale-anzeigen-1

Der Klick auf die „Plus Box“ wird nicht in Rechnung gestellt, erst wenn die Anzeige / das Produkt selbst angeklickt wird, wird ein CPC-Preis fällig.

Während die Einblendung der Maps-Karte bei Anfragen mit regionalem Bezug ja durchaus Sinn macht („Hotel Heidelberg“, „XX-Shop Bremen“ etc), haben wir festgestellt dass es auch für manche Anfragen ohne regionalen Bezug möglich ist, die Maps-Karte in die AdWords-Anzeige zu bekommen:

screenshot map in anzeige

Nun könnte man argumentieren, dass diese Anzeige bestimmt nur dann zu sehen sein wird, wenn sich der Suchende gerade im entsprechenden Umkreis aufhält. Dies ist jedoch nicht so. Die Anzeige oben ist so in ganz Deutschland und selbst im Ausland zu sehen. Hm…

Nach einigen Nachfragen hat uns das Google Agentur-Team in Dublin bestätigt:

„Ich habe mich nochmals mit unseren Spezialisten besprochen und wir haben festgestellt, dass die „location extension“ tatsächlich für alle user angezeigt wird, die auf Google.de suchen. So können wir z.B. auch die location extension bei Ihrer Anzeige sehen wenn wir mit irischer oder kalifornischer IP Adresse suchen. Die location extension wird folglich also immer unter Ihrer Anzeige angezeigt, wenn jemand nach Ihrer Anzeige auf Google.de sucht (egal welche IP Adresse der user hat).  […]
Dies bedeutet, dass die location extension für alle user angezeigt wird, die innerhalb Ihrer eingestellten Zielregion nach Ihrer Anzeige suchen. Da Sie bei Ihrer Kampage „XXX“ ganz Deutschland als Zielregion angegeben haben, erscheint die Anzeige für alle, die auf Google.de suchen.“

Ich habe mich nochmals mit unseren Spezialisten besprochen und wir haben festgestellt, dass die „location extension“ tatsächlich für alle user angezeigt wird, die auf Google.de suchen. So können wir z.B. auch die location extension bei Ihrer Anzeige sehen wenn wir mit irischer oder kalifornischer IP Adresse suchen. Die location extension wird folglich also immer unter Ihrer Anzeige angezeigt, wenn jemand nach Ihrer Anzeige auf Google.de sucht (egal welche IP Adresse der user hat). Auf Google.ca (Google Kanada) hingegen wird Ihre Anzeige nicht angezeigt.
Dies bedeutet, dass die location extension für alle user angezeigt wird, die innerhalb Ihrer eingestellten Zielregion nach Ihrer Anzeige suchen. Da Sie bei Ihrer Kampage „KE Suche“ ganz Deutschland als Zielregion angegeben haben, erscheint die Anzeige für alle, die auf Google.de suchen.

Spannend, nicht wahr?

Eingestellt haben wir das Ganze zum einen unter den Kampagneneinstellungen:

adresse in den kampagneneinstellungen festlegen

Und bei den Textanzeigen selbst waren diese Einstellungen nötig:

stets mit textanzeige1

stets mit textanzeige2

stets mit textanzeige3

Es bleibt abzuwarten, ob diese Einstellungen von Google langfristig weiter zugelassen werden, denn der Mehrwert für einen User durch Anzeigen einer Maps-Karte ist ja nicht unbedingt gegeben bei allgemeinen Anfragen. Und da Google ja bekanntlich immer den Mehrwert für den User im Auge hat, erwarte ich eigentlich dass dieses Phänomen nicht lange Bestand haben wird.

Fazit:
Zum einen können AdWords-Anzeigen mit den „Local Extensions“ ein sehr guter Weg sein, um Kunden auf örtlich starke Unternehmen aufmerksam zu machen. Gerade in Kombination mit Google Maps und der darin enthaltenen Wegbeschreibungs-Funktion macht die „Plus Box“ Sinn, da potenzielle Kunden direkt und ohne Mühe nachschauen können, wie weit — oder besser gesagt: wie nah! — Sie es zum Unternehmen haben.
Zum anderen ist auch bei überregionaler Werbung momentan die Plus-Box noch recht selten, so dass man seine AdWords-Anzeige von der der Konkurrenz leicht abgrenzen kann. Selbst wenn die Maps-Karte keinen unmittelbaren Mehrwert für den Nutzer enthält: zur Steigerung der Klickrate (und damit mittel- bis langfristig geringeren Klickkosten) ist sie auf jeden Fall gut.

Da die Erstellung dieser Anzeigen nach dem Eintrag des Unternehmens ins Branchencenter (siehe dieser Beitrag) nicht länger dauert als bei „normalen“ AdWords-Anzeigen, liegt der Mehraufwand für AdWords-Kunden praktisch bei Null.