Das Aus von Flash ist schon längst beschlossene Sache und selbst Eigentümer Adobe tut mittlerweile einiges dafür, dass die Nutzer von dem Format Abschied nehmen und in Zukunft auf HTML5 setzen. Google spielt ebenfalls eine tragende Rolle für das langsame Aus von Flash und hat nun einen nächsten Schritt angekündigt, der dem Format den Gar Aus machen soll. Die Werbenetzwerke werden nur noch einige Monate Flash-Banner akzeptieren, und diese anschließend rigoros ablehnen.

Mit der führenden Suchmaschine und dem führenden Web-Browser hat Google zwei mächtige Werkzeuge, um Flash praktisch im Alleingang zu beerdigen und nutzt diese auch: YouTube hat sich schon vor über einem Jahr endgültig von Flash verabschiedet und auch der Chrome-Browser zeigt Flash-Animationen nicht mehr in allen Fällen an. Flash-Werbebanner müssen schon seit einiger Zeit gezielt gestartet werden und dürften damit deutlich an Performance und Klickzahlen eingebüßt haben.

Auch die Werbenetzwerke Google AdWords und DoubleClick ziehen jetzt endgültig den Stecker und werden nur noch bis 30. Juni neue Werbebanner im Flash-Format akzeptieren. Wer seine Kampagne im Flash-Format bis dahin eingestellt hat, hat noch bis zum 2. Januar 2017 Zeit um diese auch auszuliefern. Ab dem 3. Januar 2017 wird Googles Werbenetzwerk dann komplett Flash-frei sein und keine Banner mehr in diesem Format ausliefern. Spätestens jetzt sollten sich also auch Werbeagenturen von Flash verabschieden.

Um den Umstieg möglichst zu erleichtern, hat das AdWords-Team schon vor einiger Zeit einen Flash zu HTML5-Konverter online gestellt, mit dem die Banner automatisch in das moderne HTML5-Format umgewandelt werden können. Doch auch dieses Tool dürfte wohl spätestens Ende Juni vom Netz genommen werden, da man die Agenturen sonst niemals zu einem vollwertigen Umstieg bewegen könnte.

Eine kleine Hintertür lässt man dennoch offen: Videowerbung im Flash-Format kann zunächst weiterhin in das Werbenetzwerk hochgeladen und ausgeliefert werden, da die HTML5-Player derzeit noch nicht den vollen Funktionsumfang des Flash-Players bieten. Wann auch in diesem Bereich der Stecker gezogen wird, ist noch nicht bekannt. Das Chrome-Team wird wohl bereits daran arbeiten, den HTML5-Player weiter auszubauen, um auch in diesem letzten Punkt mit Flash gleichzuziehen und in Zukunft auch auf diese Videowerbung zu verzichten.

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Flash-Unterstützung aus dem gesamten Chrome-Browser entfernt wird. Dies wird zwar vermutlich noch einige Zeit dauern, da man die Nutzer schließlich nicht mit Fehlermeldungen und fehlenden PlugIn-Meldungen behelligen möchte, in der langfristigen Roadmap dürfte dies jedoch sicherlich enthalten sein.