Mit dem Project Loon hat sich Google – so wie bei vielen anderen Projekten aus der X-Abteilung – ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Man wollte ein weltumspannendes Netzwerk aus Ballons schaffen, das Internetzugang auch in entlegenste Gebiete bringen soll. Nun hat Alphabet verkündet, dass man von diesem Plan zumindest teilweise Abstand nimmt und nun deutlich weniger Ballons in die Luft schicken wird als bisher geplant.

So wie viele andere Projekte aus der X-Abteilung auch, ist das Project Loon in die X-Abteilung von Alphabet gewandert und steht seitdem nicht mehr unter der Kontrolle der spendablen Mutter Google, sondern der stärker gewinnorientierten Alphabet Holding. Alphabet drückt bei seinen Töchtern seit längerem auf die Kostenbremse und auch Loon muss nun sparen – und hat daher ein neues System mit weniger benötigten Ballons entwickelt.

Die Grundidee des Project Loons ist genau so einfach wie verrückt: Es werden unzählige Ballons in die Atmosphäre geschickt, die dann über der Erde schweben und durch eine smarte Steuerung über jeden beliebigen Punkt des Planeten schweben können. Von dort sollen sie dann ein eigenes Mobilfunknetz aufbauen und sowohl Telefonverbindung als auch Internetzugang in die Region unter sich bringen. Dafür ist allerdings ein großes Netz und eine ganze Reihe von Ballons notwendig.

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Jetzt hat man verkündet, dass man doch kein weltumspannendes Netz mehr aufbauen möchte, sondern die Ballons in Zukunft in Gruppen auf die Reise schicken möchte. Dabei sollen vor allem die verschiedenen Winde in den einzelnen Höhen ausgenutzt werden, um schneller an das gewünschte Ziel zu kommen und einen großen Cluster aufbauen zu können. Obiges Videos erklärt das ganze noch einmal etwas anschaulicher.