Googles Matt Cutts hat zwei neue Videos WebmasterHelp-Channel bei YouTube veröffentlicht. Thema des ersten Videos ist „schlechte“ Server-Nachbarschaft, d.h. die eigene Webseite ist auf einem Server gehostet, auf dem sich auch „spammige“ Internetseiten befinden. Im zweiten Video geht es um die Frage, warum Webseiten zwar zunächst gut bei Google ranken können, mit der Zeit aber immer weiter “durchgereicht” werden.

Server-Nachbarschaft

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden


(YouTube-Direktlink)

Anders als sonst üblich hat Matt eine vergleichsweise klare Antwort parat: Nein, eine schlechte Server-Nachbarschaft hat keine Auswirkung auf das Google-Ranking von legitimen Seiten. In der Regel haben Seitenbetreiber nämlich keinen Einfluss darauf, was die Hostingfirma sonst noch so auf dem Server liegen hat. Die IP-Adresse wird laut Matt „seit langer Zeit“ nicht mehr beachtet. — Dennoch kann es in sehr seltenen Fällen vorkommen, dass eine schlechte Server-Nachbarschaft Probleme bereitet; Matt gibt das Beispiel einer Hostingfirma mit 27.000 (Porno-) Spamseiten und zwei legitimen Seiten an. In einem solchen Extremfall kann eine Bad Neighbourhood sehr wohl Einfluss auf das Google-Ranking haben.

Rankingverluste

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden


(YouTube-Direktlink)

Matt führt als Beispiel ein Erdbeben an. In der ersten Minute reicht es schon, einfach „Erdbeben!“ zu rufen — weitere Informationen werden eben erst nach und nach sichtbar. Einen Tag später müssen schon Hintergrundinformationen her, um dem Nutzer überhaupt noch einen Mehrwert bieten zu können.
Matt verweist auch darauf, dass es einen Unterschied zwischen News-Inhalten und „Evergreeen“-Content gibt. Erstgenanntes hat eine kurze Halbwertszeit, so dass sich das Ranking automatisch mit der Zeit verschlechtert. Zudem spielt die Location des Nutzers eine große Rolle; Google zeigt längst nicht mehr jedem Nutzer die gleichen Ergebnisse.
Erfreulicherweise gibt Matt aber auch zu, dass Google nach wie vor Probleme damit hat, Inhalte unmittelbar nach Veröffentlichung gleich zu 100% korrekt einzuschätzen. Erst nach ein paar Tagen/Wochen weiß Google in der Regel besser Bescheid und verleiht der Webseite das „richtige“ Ranking — Backlinks und soziale Signale werden zwar nicht explizit von ihm erwähnt, sind aber der Schlüssel zum Erfolg.