Mit der Google Websuche lässt sich schon seit einigen Jahren das eigene hochgeladene Foto-Archiv durchsuchen und die gefundenen Ergebnisse direkt in den Suchergebnissen anzeigen. Während es sich dabei für lange Zeit nur um eine kleine Auswahl an Fotos handelte, zeigt die Websuche nun eine deutlich höhere Anzahl an Ergebnissen an und stellt diese Fotos größer und besser sichtbar dar als in der Vergangenheit. Doch interessanterweise verlinken diese Fotos immer noch auf das eigentlich eingestellte Google+ Photos.

Die Suchfunktion von Google Photos und früher auch den Google+ Photos ist schon seit längerer Zeit äußerst intelligent und erkennt allein anhand des Fotos, was auf diesem abgebildet ist und nimmt es unter diesen Begriffen in den eigenen Index auf. Mit dem Wechsel auf die Photos-App wurde dieses Feature deutlich prominenter platziert und sollte mittlerweile vielen Nutzern bekannt sein. Doch die gleichen Suchanfragen lassen sich auch über die Websuche ausführen und die Ergebnisse aufbereitet anzeigen.

Sucht man in der Websuche nach dem Begriff „My Photos“, werden die zuletzt in den Onlinespeicher hochgeladenen Fotos angezeigt. Bisher bestand diese Auflistung allerdings nur aus einer kleinen Auswahl von höchstens 10 Bildern, mittlerweile ist diese Liste jedoch deutlich länger und zeigt teilweise mehr als 100 Fotos direkt in der Websuche an. Diese sind auch nicht mehr ganz so klein wie in der Vergangenheit. Nachdem die Größe früher der eines Thumbnails entsprach, werden die Bilder mittlerweile in Galerie-Größe angezeigt und können so deutlich besser erkannt werden als bisher.

Dies erstreckt sich auch auf den Bereich der erweiterten Suchanfragen wie etwa „My Photos of Beaches“, „My Photos from August 2014“ oder auch „My Photos from Berlin“. Die Suchanfragen lassen sich zusätzlich durch Kombinationen einschränken, so wie ich etwa die Anfrage „My Photos of Lego from 2014“ gestellt habe. Dabei sind in der Auflistung deutlich mehr als 100 Bilder zu sehen, welche die eigentlichen Suchergebnisse, die den Nutzer ebenfalls interessieren könnten, schon fast aus dem Wahrnehmungsbereich verdrängen. Ein Einklappen der Ergebnisse ist nicht möglich, so dass der Suchprozess sehr schnell zu einer Scroll-Orgie ausarten kann.

Ein interessantes Detail an dieser Integration ist es übrigens, dass die Suche nach den eigenen Fotos über die Websuche deutlich schneller lädt als über die Photos-App. Zudem ist es natürlich bequemer, die Anfrage direkt in die Suchleiste des Browsers zu schreiben, als erst die Photos-App öffnen zu müssen. Leider hat Google es bis heute nicht geschafft, diese Funktion auch in die deutsche Version der Websuche zu bringen, selbst wenn die Anfrage auf Englisch gestellt wird. So muss man also auch für dieses äußerst nützliche Feature weiterhin auf die englische Oberfläche setzen.