Viele kleinere Webseiten liegen auf Servern, die nach dem so genannten „Shared Hosting“-Prinzip funktionieren: Ein Server – viele verschiedene Webseiten. Als Betreiber einer Internetseite hat man in der Regel keinen Einfluss auf seine Server-Nachbarn — es ist wie im wahren Leben…

Nun ist die Frage, ob diese Server-Nachbarn unter Umständen einen negativen Einfluss auf die eigene Webseite haben. Dies kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn der Server zu Spam-Zwecken missbraucht wird. Da sämtliche Webseiten auf einem Server mit einer(!) IP-Adresse liegen, könnte Google auf die Idee kommen, alle Webseiten pauschal zu beurteilen und das Ranking herabzustufen.

Wie geht Google in solchen Fällen vor? Werben Webseiten tatsächlich in „Sippenhaft“ genommen, wenn ein Server-Nachbar Spam versendet? — Diese Fragen beantwortet Google Matt Cutts im folgenden Video:

Can a spammy website affect the ranking of other sites hosted on the same server? (1:26)


(YouTube-Direktlink)

Zusammenfassung: Nach Aussage von Matt hat schlechte Server-Nachbarschaft in der Regel keinen negativen Einfluss auf das Ranking einer sauberen Webseite. Google weiß, dass man als Shared-Hosting-Nutzer nichts gegen andere Projekte auf dem gleichen Server tun kann. — Anders sieht es aus, wenn der prozentuale Anteil von sauberen Webseiten extrem gering ist. Matt erzählt als Beispiel von einem Server mit 26.000 Spam-Seiten, denen eine nicht-spammige Seite entgegen stand. In diesem Fall sollte man sich als Webseitenbetreiber natürlich besser nach einer neuen Nachbarschaft umsehen.

Wenn Sie selbst nachschauen möchten, wer sich noch auf Ihrem Server tummelt, nutzen Sie einen kostenlosen Reverse Ip Check, z.B. von yougetsignal.com.