Im neuesten Video des WebmasterHelp-Channels bei YouTube geht Matt Cutts auf das Thema „verbrannte“ Domains ein, d.h. Domains, die durch unlautere Praktiken in der Vergangenheit negativ aufgefallen sind und von Google entweder gar nicht mehr oder nur noch teilweise in den SERPs berĂŒcksichtigt werden. Was sollten Seitenbetreiber machen, bevor sie eine benutzte Domain kaufen?

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Matt empfiehlt zunĂ€chst eine site:domain.tld-Abfrage durchzufĂŒhren. Wenn Google kein einziges Ergebnis liefert, kann dies als schlechtes Indiz gewertet werden — eine Ausnahme sind geparkte Domains, da Google diese in den SERPs nicht auftauchen lĂ€sst. In diesem Fall ist die Domain nicht zwangslĂ€ufig „verbrannt“.
Als nĂ€chstes sollten Seitenbetreiber einfach die Domain ohne Endung bei Google eingeben, um zumindest rudimentĂ€r etwas ĂŒber die Reputation der Seite erfahren zu können: Gab es Spam-VorfĂ€lle wie z.B. Blog-Kommentar-Spam in der Vergangenheit? Wer redete wann wo ĂŒber die Domain?
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, ĂŒber das Internetarchiv archive.org mehrere Snapshots der Domain einzusehen. So kann festgestellt werden, ob z.B. automatisch generierte Inhalte auf der Seite veröffentlicht wurden.
Den vielleicht besten Tipp hebt sich Matt fĂŒr den Schluss des Videos auf: Wenn die Domain direkt vom ehemailigen Betreiber erstanden wird, könnte man als neuer Besitzer vorab nach Daten/ZugĂ€ngen/Screenshots von Google Analytics fragen. Wenn dort ein dramatischer und in der Folge nicht wieder umgekehrter Traffic-Einbruch sichtbar wird, sollte man lieber die Finger von der Domain lassen.
Hat man die Domain bereits erstanden und erst im Nachhinein schwere Verbrennungsgrade feststellen können, hilft als letztes Mittel ein Reconsideration Request und/oder die exzessive Nutzung des Disavow-Links-Tools.