Vor etwas mehr als zwei Monaten hat Google-Gründer Larry Page angekündigt, dass das Unternehmen zukünftig unter dem Dach der Alphabet Holding firmieren wird. Bisher besteht diese noch sehr junge Holding nur aus ehemaligen Google-Unternehmen und einzelnen Abteilungen, die künftig als Tochterunternehmen agieren. Jetzt hat der Vorstandsvorsitzende Eric Schmidt angekündigt, dass Alphabet schon sehr bald auf eine große Einkaufstour gehen könnte und das Portfolio an Unternehmen ordentlich aufstockt.

Mit der Gründung von Alphabet wird vor allem das Ziel verfolgt, das Unternehmen Google zu schützen und in weitere Bereiche – unter anderem die Moonshot-Projekte – vorstoßen zu können, ohne mit dem Internet-Unternehmen in immer weitere Bereiche eindringen zu müssen. Die Liste der Tochterunternehmen ist nach den ersten Umstrukturierungen schon gut gefüllt, aber schon in naher Zukunft können eine ganze Reihe von weiteren Unternehmen dazu kommen. Und dabei könnte man sich tatsächlich an das Alphabet halten.

Am Rande einer Konferenz in Kalifornien hat Schmidt sich in einigen Sätzen zum neuen Unternehmen Alphabet geäußert und dabei einige interessante Dinge herausgestellt: So war er als Vorstandsvorsitzender selbst bei der Verkündung und der eigentlichen Gründung des Unternehmens überhaupt nicht anwesend, da er sich zu diesem Zeitpunkt im Urlaub befand: „I wake up, and I’m the chairman of Alphabet“. Und selbst nach der offiziellen Verkündung war dem Unternehmen selbst noch nicht klar, welche Firmen in Zukunft zur Holding gehören werden und welche nicht. Dies sei erst später herausgearbeitet worden und man befinde sich noch immer in diesem Umstrukturierungsprozess.

Vor allem bei der zukünftigen Entwicklung hielt sich Page aber sehr bedeckt und weckte dennoch große Erwartungen: Es wird schon bald „sehr viele“ neue Unternehmen unter dem Dach von Alphabet geben. Finanziell ist ja man dank der Google-Milliarden sehr gut aufgestellt. Welche Übernahmen dabei im Raum stehen ist noch nicht bekannt, als heißester Kandidat gilt seit einiger Zeit aber twitter – und das „T“ im Alphabet ist derzeit noch frei. Laut Schmidt möchte man tatsächlich möglichst nach dem Alphabet gehen und jeder Tochter einen Buchstaben zuteilen.