Auch wenn man es kaum merkt, sind es nur noch wenige Wochen bis zur Bundestagswahl. Google gibt jetzt richtig Gas und möchte zu einer der ersten Anlaufstellen rund um dieses Ereignis werden. Jetzt wurde ein neues Portal im Rahmen von Google Trends gestartet, das einen sehr guten Einblick in die aktuellen Suchanfragen und damit auch das allgemeine Interesse der Bürger gibt. Die Daten sind redaktionell aufbereitet und werden übersichtlich dargestellt.

Erst vor wenigen Tagen hatte Google verkündet, zur Bundestagswahl bzw. während des davor stattfindenden Wahlkampfs Politikerinformationen in den Suchergebnissen anzuzeigen, die direkt von den Parteien bzw. den wählbaren Personen selbst dort eingepflegt werden können. Damit wird die Websuche nicht nur zum Wahl-Werkzeug, sondern es steigt auch die Bedeutung der einzelnen Suchanfragen, denn natürlich möchte jeder Politiker seine Botschaften an möglichst viele Bürger verbreiten. Die Google Trends zeigen auf, wie gut das funktioniert.

Jetzt hat Google ein neues Portal zur Bundestagswahl gestartet, das wie viele andere Trends-Portale zuvor – etwa zu großen Sportereignissen oder der US-Wahl – die Daten aus der Websuche auswertet und diese thematisch und redaktionell betreut aufbereitet. Als erstes erkennt man Daten zum Interesse der Menschen an den einzelnen Kanzlerkandidaten, wobei diese nach Popularität in der Websuche aufsteigend sortiert sind. Wenig überraschend steht die derzeitige Bundeskanzlerin ganz am Anfang der Liste.

Danach gibt es einen Verlauf des Interesses an den Personen sowie eine Auswertung der einzelnen Parteien und den mit ihnen verbundenen Suchanfragen. Dort ist zumindest derzeit die CDU nur zweite Kraft und muss sich der AfD geschlagen geben. Auch dazu gibt es dann wieder einen Verlauf für die letzten Tage. Eine weitere Grafik zeigt, wie groß das Interesse an Deutschland im Ausland ist. Aus mir unerfindlichen Gründen ist Deutschland derzeit in Kenia, Uganda, Tansania und Ghana am populärsten, wobei diese afrikanische Top 5 nur durch die USA „gestört“ wird.

Da die Bundestagswahl nur alle vier Jahre stattfindet, gibt es natürlich auch nur alle vier Jahre ein großes Interesse an diesem Thema. Unter dieser wenig überraschenden Grafik werden dann die populärsten Suchanfragen und Fragen der Nutzer angezeigt.

Zusätzlich hat Google in diesem Jahr gemeinsam mit einem externen Partner noch das Portal 2Q17 gestartet, in dem ebenfalls Suchanfragen ausgewertet werden. Dort ist nicht nur zu sehen, welche Kandidaten am häufigsten gesucht werden, sondern auch mit welchen Suchbegriffen sie verknüpft sind. Das sieht gerade für Angela Merkel derzeit weniger gut aus, aber das könnte auch einfach daran liegen, dass wir die Bundeskanzlerin ja bereits kennen (O-Ton) und nur wenige Informationen gesucht werden.