Die Gerüchteküche rund um die Nachfolger der beiden Pixel-Smartphones brodelt mittlerweile auf Hochtouren und kleckerweise bekommen wir immer mehr Informationen über mögliche Spezifikationen der beiden Geräte. Laut südkoreanischen Medien sollen in den 2017er-Flaggschiffe nun flexible Displays verbaut werden, die über den Rand hinaus laufen und einige Vorteile bieten. Die nötige Hardware sollen durch ein großes Investment von Google gesichert werden.

Die Zeit vergeht wie im Fluge und inzwischen liegt es auch schon wieder ein gutes halbes Jahr zurück, dass Google die erste Generation der Pixel-Smartphones offiziell vorgestellt hat. Wir befinden uns also schon bei der Halbzeit für den Countdown auf die neuen Geräte und natürlich befinden sich diese in der internen Entwicklung langsam aber sicher schon auf dem Endspurt, so dass immer mehr Informationen von „beteiligten Personen“ aus Partner-Unternehmen nach außen dringen.

Laut einem Bericht von südkoreanischen Medien soll Google für mindestens eines der beiden Pixel-Smartphones ein flexibles Display planen, das nicht nur flach auf der Vorderseite integriert ist, sondern über den Rand hinaus laufen kann. Solche Displays kennt man bisher vor allem aus dem Samsung Galaxy S7 Edge oder auch dem Nachfolger Galaxy S8 und diese sind zur Zeit auch ein kleines Markenzeichen des koreanischen Giganten. Googles Ingenieure scheinen Gefallen daran gefunden zu haben, sodass man diese Displays nun ebenfalls verbauen möchte.

Google soll die Displays aber nicht von Samsung, sondern von LG beziehen, das bisher noch keine Modelle mit dieser Biegung produziert hat. Um die Kapazitäten sicherzustellen und die Entwicklung voranzutreiben soll Google ein Investment von 880 Millionen Dollar in LG Displays planen. Mit diesem Geld soll die Produkt der flexiblen OLED-Displays hochgefahren werden können. Gleichzeitig würde sich Google wohl die exklusiven Rechte für einen bestimmte Zeitraum sichern und so den Nachschub sicherstellen.

Solche Investments kennt man bisher vor allem von Apple, das durch große Stückzahlen und hohe Investitionen oft exklusiver Abnehmer für bestimmte Komponenten bleibt. Gerade erst wurde in Cupertino ein Großauftrag an Samsung Displays abgesetzt, wodurch das Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage gewesen ist auch Google mit solchen Displays zu beliefern, ansonsten wäre vermutlich Samsung statt LG die erste Wahl von Googles Ingenieuren gewesen.

Wir dürfen gespannt sein, wie die neuen Displays eingesetzt werden und ob die „Edge“ tatsächlich auch einen praktischen Nutzen haben wird, sofern sie denn tatsächlich eingeführt wird. Bisher ist von der Hardware der neuen Pixel-Smartphones bereits bekannt geworden, dass die Geräte wohl über keinen Kopfhöreranschluss mehr verfügen werden und derzeit unter den internen Codenamen Walleye und Muskie entwickelt werden. Vor allem der erste Name deutet mit dem jetzigen Gerücht auf ein gebogenes Display hin.