Vor etwas mehr als einem Jahr hat Google das Projekt Helpouts gestartet und hatte das ehrgeizige Ziel, dort eine Live-Support-Plattform zu starten. Das Projekt schien Google-intern allerdings nie einen hohen Stellenwert zu haben, denn schon kurz nach der AnkĂŒndigung war nicht mehr viel von dem Angebot zu hören. Es wurde weder von Google promotet noch hatte man sich darum bemĂŒht, möglicherweise selbst Helpouts-Sessions anzubieten. Nach nur 17 Monaten zieht Google nun den Stecker und wird die Plattform im April einstellen.

Die Idee war eigentlich sehr gut: Google Helpouts basierte auf der Hangouts-Technologie und nutzte zur Kommunikation der Nutzer untereinander einzig und allein Videochats. Dort konnten sich Nutzer entweder als Experte oder als Hilfesuchender ausgeben und dann dort Live-Seminare fĂŒhren oder eben ansehen bzw. teilnehmen. Die Plattform hatte das Ziel, beide Nutzergruppen zusammenzufĂŒhren und so eine ultimative KnowHow-Plattform zu werden. Ganz nebenbei sollten die Experten damit auch noch Geld verdienen.

Jeder Nutzer konnte auf der Plattform Video-Seminare anbieten und diese dann mit interessierten Nutzern abhalten. Dabei konnten entweder spezielle Time-Slots ausgemacht werden, die Nutzer dann buchen konnten, oder man ging einfach Live auf Sendung. Dem Experten blieb es dabei selbst ĂŒberlassen, ob er dieses Seminar kostenlos abhalten wird oder dafĂŒr Geld verlangen möchte. Es konnten sowohl Einzel-Seminare oder auch Gruppenkurse abgehalten werden, wobei das ganze natĂŒrlich je nach Thema mal mehr oder mal weniger Sinn macht. Das Thema eines Helpouts konnte vorher vorgegeben werden, in einem Live-Chat konnte man aber natĂŒrlich auch einmal abschweifen.

Das Angebot wird noch bis einschließlich 20. April zur VerfĂŒgung stehen und dann Offline gehen. Anschließend haben die Nutzer noch bis zum 1. November 2015 Zeit ihre Helpouts, sofern diese denn aufgezeichnet worden sind, ĂŒber Google TakeOut herunterzuladen.