Das Analyseunternehmen Mediative hat eine Eyetracking-Studie durchgeführt – dabei herausgekommen sind interessante Blickaufzeichnungen von Google-Suchenden, sogenannte Heat-Maps. Schaut man sich die Heat-Maps aus einer Studie von 2005 an, kann man sehen, dass vor allem das erste Suchergebnis in den SERPs eine hohe Blickrate verzeichnen kann. Die darunter liegenden Suchbegriffe werden – ähnlich einem Dreieck – nur noch anfangs angeschnitten, aber nicht bis zum Ende gelesen. Die Heat-Maps hatten demnach auch das Aussehen eines Dreiecks.

Seit 2005 hat sich viel verändert: Google hat den Knowledge Graph eingeführt, Google Places-Anzeigen erweitert und mit AdWords schaltet das Unternehmen Anzeigen in den SERPs. All diese Angebote, die zusätzlich zu den organischen Suchergebnissen in den SERPs angezeigt werden, haben auch das Blickverhalten der Nutzer verändert: Sie schenken den einzelnen Suchergebnissen im Schnitt nur noch 1,17 Sekunden ihrer Aufmerksamkeit und wenden sich dann dem nächsten Ergebnis zu. Aber sie wenden sich dem nächsten Ergebnis zu, und schauen nicht – wie 2005 – nur maximal 2-3 Ergebnisse an.

So müssen Seitenbetreiber nun darauf achten möglichst schnell (in bestenfalls 1.17 Sekunden) die Aufmerksamkeit der Nutzer auf ihre Seite zu lenken – beispielsweise durch zielführende und einfache Meta-Descriptions und gute Titel. Und auch wenn sie nicht ganz oben ranken, haben Webseiten heute eine höhere Chance aufgerufen zu werden: Denn die Nutzer schauen sich stärker auf der SERP um.

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