Googles Chief Business Officer Omid Kordestani hat auf der Re/Code-Konferenz die Gerüchte um „Buy“-Buttons in Suchergebnisseiten bestätigt. Einem Bericht von Barry Schwartz bei Search Engine Roundtable zufolge steht die Einführung unmittelbar bevor. Auf weitere Details ging Omid Kordestani nicht ein.

Was sind „Buy“-Buttons?
Einem Bericht des Wall Street Journals zufolge, plant Google in der näheren Zukunft in den mobilen Suchergebnissen AdWords-Anzeigen mit einem zusätzlichen “Kaufen”-Button auszuspielen – vorerst wahrscheinlich im heimischen US-Markt. Damit tritt Google in direkte Konkurrenz mit den Online-Kaufhäusern Amazon und eBay. Allerdings solle über Google nur der Kauf abgewickelt werden, das Warenlager und den Versand sollen die Händler auch weiterhin eigenständig übernehmen. Damit setzt sich Google aber genau in die Position, in der die Suchmaschine auch die meisten Informationen von den Käufern erhalten kann. Google soll sich zurzeit unter anderem in Gesprächen mit der Warenhauskette Macy’s befinden, teilt das Wall Street Journal mit.

Wenn also ein Nutzer mit seinem Mobilgerät eine Produktsuche über Google startet sollen Anzeigen mit einem “Kaufen”-Button ausgespielt werden. Der Kunde bezahlt über Google – das Geld leitet Google dann an den Händler weiter, der sich um Verpackung, Versand etc. kümmert. Für diese Kaufabwicklung soll das Unternehmen aus Mountain View keine Provision verlangen, die Händler bezahlen Google lediglich wie gewohnt über die Provision an den AdWords-Kampagnen. Laut dem Bericht vom Wall Street Journal solle Google, falls Käufer dies akzeptieren, die E-Mail-Adresse und Adressinformationen für weitere Marketing Maßnahmen an die Händler weitergeben.