Schon seit vielen Jahren gibt es Berichte über angebliche Pläne von Google, ein eigenes US-weites Mobilfunknetz aufzubauen, doch in den letzten Jahren ist dieses Projekt etwas aus dem Fokus der Medien geraten. Bei Google gingen die Planungen indes aber weiter und nun steht man laut neuesten Berichten kurz davor, ein eigenes Mobilfunkangebot zu starten. Allerdings wird Google dafür keine eigene Infrastruktur aufbauen, sondern nutzt die Netze von bestehenden Providern.

Laut einem Bericht von “The Information” sind die Verhandlungen mit den Providern Sprint und T-Mobile bereits abgeschlossen und Google steht kurz davor, in den USA zu einem “virtuellen Netzbetreiber” zu werden. Dabei kauft Google die Kapazitäten von den beiden Anbietern ein, und verkauft sie unter eigenem Namen und eigenen Bedingungen an seine Kunden weiter. Dieses System wird weltweit von vielen Anbietern genutzt und bringt beiden Anbietern Vorteile und belebt in den meisten Fällen auch die Konkurrenz.

Zu welchen Bedingungen Google die eigenen Verträge verkaufen möchte ist derzeit noch nicht bekannt, man darf aber davon ausgehen dass es auch in diesem Fall wieder Verknüpfungen zum eigenen Netzwerk geben wird. Denkbar wäre es etwa, dass das surfen auf Google-eigenen Seiten aus dem Datentarif herausgerechnet wird. Und da wären mit YouTube und dem Play Store schon zwei Angebote dabei, die das eigene Traffic-Volumen schon mal an das Limit bringen können. Bestätigt ist dies zur Zeit aber noch nicht.

In Mountain View betreibt Google bereits ein Mobilfunknetz, allerdings für derzeit nur 200 Geräte – das ganze diente nur als Testballon. Auch in Asien & Afrika gab es entsprechende Pläne, bisher ist in die Richtung allerdings noch nichts passiert. In einigen US-amerikanischen Städten bietet Google mit Fiber auch High-Speed-Internet-Zugänge an und setzt dabei auf eine eigene Infrastruktur. Auch aus der Luft (Project Loon) und dem Weltall (per Satellit) laufen derzeit umfangreiche Tests um sich als Internetprovider zu etablieren.

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