Googles Websuche kann schon seit Jahren sehr gezielt Fragen beantworten und mit zusammenhängenden Fakten aufwarten, aber erst durch den neuen Google Assistant und teilweise auch über Google Now hat man eine Plattform geschaffen, in der der Nutzer wirklich mit dem Assistenten kommunizieren kann. Damit geht der Assistant in direkte Konkurrenz zu Apples über Jahre etablierte Assistentin Siri.

In obigem Video werden beide Assistenten gleichzeitig verwendet und können so direkt in punkto Geschwindigkeit, Fakten und auch Tiefe der Informationen miteinander verglichen werden. Interessant ist dabei vor allem, dass beide als Oberfläche eine Art Chat gewählt haben. Während bei Apple aber mit jeder Anfrage ein neues Thema geöffnet wird, kann man bei Googles Assistant auch wieder nach oben scrollen und die bisherigen Antworten ansehen. Das vereinfacht es vor allem bei der Suche nach bestimmten Fakten.

In dem Video kann eigentlich keiner der beiden Assistenten dem anderen wirklich die Show stehlen. Beide zeigen ihre Stärken und Schwächen, wobei Google vor allem damit punktet, dass es zusammenhängende Fragen deutlich besser erkennt als Siri. Siri hingegen kann meist mit mehr Fakten aufwarten, die der Assistant derzeit noch nicht anzeigt. Interessant ist das vor allem, weil Googles Websuche all diese (und noch viel mehr) Fakten ebenfalls im Knowledge Graph hat. Die Oberfläche des Assistant erlaubt es derzeit aber nicht, all diese Informationen auch so präzise darzustellen.

Während Google also mit Informationen geizt, und dafür viel lieber ausschweifend redet und Fakten vorliest, tut sich Siri manches mal mit dem Verstehen von Fragen schwer. So erkennt sie etwa den Namen Mark Zuckerberg erst beim zweiten Mal – und das obwohl die Bing-Ergebnisse alle auf den Facebook-Gründer weisen – und bei der Frage nach dem amtierenden US-Präsidenten muss sie ebenfalls passen. Google kann dafür keine Bilder von Hunden anzeigen und auch bei der Erkennung von Musik steigt der Assistant vorerst noch aus.

Nach obigem Video kann man sagen, dass Apple derzeit noch die Nase vorne hat und Siri aktuell noch der bessere Assistent ist. Allerdings müssen Googles Entwickler nur noch an der Oberfläche des Assistant schrauben, denn all die fehlenden Informationen und Möglichkeiten sind längst vorhanden und müssten nur noch aus der Websuche abgezogen und im Assistant-Stream angezeigt werden. Sobald man diesen Schritt getan hat, dürften in Cupertino die Alarmglocken schrillen.