Immer wieder testen Googles Entwickler neue Funktionen mit einer kleinen Gruppe von Nutzern, und das gilt offenbar auch fĂŒr Apps im Beta-Stadium. In der Beta-Version der Google-App fĂŒr Android findet sich bei einigen Nutzern nun eine neue Suchfunktion mit der Bezeichnung ‚Visual Search‘, das eine Erkennung von Objekten mit der Kamera anbietet. Diese können dann wiederum zum Suchen im Web verwendet werden.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um eine Websuche mit der Google-App zu starten, die aber allesamt jeweils in Textform durchgefĂŒhrt werden. Ob diese nun per Tastatur-Eingabe oder per Sprache ausgefĂŒhrt wird, ist im Grunde egal, denn das Ergebnis ist in den meisten FĂ€llen das gleiche – abgesehen von den vorgelesenen Antworten bei direkten Fragen. Schon bald wird es auch eine visuelle Suche geben, die schon jetzt von einigen Nutzern getestet werden kann.

In der Beta-Version der Google-App findet sich bei einigen Nutzern im SeitenmenĂŒ der neue Eintrag ‚Visual Search‘, mit dem der neue Suchtyp angestoßen werden kann. Bei diesem aktiviert sich die Kamera und das Smartphone kann auf das gewĂŒnschte Objekt gehalten werden. Mit einem weiteren Touch auf das Kamerabild wird dann ein Foto aufgenommen und dieses fĂŒr die Suche verwendet. Nach einer kurzen Analyse erscheinen am unteren Rand dann Karten mit den erkannten Objekten und Inhalten.

Das Bild bleibt im oberen Teil des Displays stehen und unten kann man durch die Karten mit den SuchvorschlÀge scrollen. Diese sind jeweils mit einem Symbolbild und einem Stichwort ausgestattet und starten dann bei einem weiteren Touch eine Websuche mit genau diesem Keyword. Diese Funktion kann aber auch schon durch die VorschlÀge helfen, Objekte zu erkennen und so die Frage zu beantworten. In obigem Beispiel kann man sehen, dass selbst aus einem einfachen Text und Logo einiges herausgelesen werden kann.

Die Funktion befindet sich selbst in der Beta-App noch im Beta-Stadium und ist auch entsprechend durch ein Label am oberen Rand gekennzeichnet. Man kann also von einem Beta-Beta-Stadium sprechen, das es ganz so schnell wahrscheinlich noch nicht in die finale App schaffen wird. DafĂŒr spricht auch, dass die Funktion derzeit im MenĂŒ noch gut versteckt ist und so nur von wenigen Nutzern ĂŒberhaupt gefunden werden dĂŒrfte.

Das ganze erinnert sehr stark an die lĂ€ngst vergessene Goggles-App, die aber noch immer im Play Store zur VerfĂŒgung steht. Diese hat schon vor ĂŒber sechs Jahre praktisch die gleiche FunktionalitĂ€t geboten und wurde seit einigen Jahren nicht mehr weiter entwickelt. Zur Erkennung von Objekten oder SehenswĂŒrdigkeiten nutze ich sie persönlich bis heute – und nun könnte diese Technologie (in hoffentlich deutlich verbesserter Form) endlich ihren Weg in die Google-App finden.