Es liest sich wie ein schlechter Scherz, ist aber bittere Realität: Seit dem 1. März 2004 — also seit fast sechs Jahren! — können .de-Domains auch mit deutschen Umlauten (ä,ö,ü) bei der Denic registriert werden. Statt www.gruen.de ist also auch www.grün.de möglich. Von den 13.386.389 .de-Domains haben 484.711 Umlaute. Jeder halbwegs moderne Browser kann problemlos mit Umlautdomains umgehen und zeigt sie ohne zu meckern an.

Leider stellt sich Google AdWords auch sechs Jahre nach der Einführung quer, wenn es um das Bewerben von Umlautdomains geht. Umlaute werden weder in Ziel-URLs noch in Anzeige-URLs akzeptiert — AdWords gibt stattdessen eine Fehlermeldung aus und / oder weigert sich schlicht, die erstellte Anzeige zu akzeptieren.

Was kann ich tun, um trotzdem mit AdWords meine Umlautdomain zu bewerben?

1. Die Umlautdomain mit Hilfe eines sogenannten „IDN-Konverters“ in das ACE-String-Format umwandeln und anschließend nur die konvertierte Version als Anzeige- und Ziel-URL nutzen. Einen solchen kostenlosen Konverter gibt es. z.B. bei bar.ch/idn-konverter.php

adwords-idn-ace-konverter

2. Den AdWords-Support kontaktieren, das Problem schildern und dabei sowohl Umlautdomain als auch konvertiere Domain angeben.

Diese höchstens halbwegs elegante Lösung ist zur Zeit leider der einzige Weg, um mit Google AdWords Umlautdomains zu bewerben. Eine Besserung von Google zur Umlaut-Problematik ist leider nicht in Sicht.