Google legt ab 1.11.2020 die Digitalsteuer aus Großbritannien (2%), der Türkei (5%) und Österreich (5%) auf Werbetreibende um. Im Account sucht man vergeblich nach einer transparenten Ansicht, erst in der finalen Rechnung wird die Steuer aufgeschlagen.

Wer sich jetzt denkt “Das betrifft mich nicht, ich schalte nur Werbung in Deutschland”, den müssen wir leider enttäuschen. Wenn bei Google Ads die Suchabsicht in Deutschland liegt, doch der Suchende gerade in einem der oben genannten Länder unterwegs ist, greift die Steuer. Hier wird es sich um keine Riesenbeträge handeln. Aber Google hat so dezent auf diese Neuerung hingewiesen, dass wir es hier ganz klar thematisieren wollen.

Wenn Sie als deutsches Unternehmen generell auch Zielgruppen in Österreich haben, kann es hier passieren, dass ein Budget von 200 € am Ende mit 210 € auf der Rechnung erscheint. Es sei denn, man passt die Gebote entsprechend an und rechnet die Steuer mit ein. 

Andere Länder könnten schon bald folgen. 

Im gesamten europäischen Raum wird die Digitalsteuer heiß diskutiert. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass noch weitere Länder – vielleicht sogar auch Deutschland – in den nächsten Monaten nachziehen.

Wir empfehlen, die Google-Rechnungen Ende des Jahres besonders im Auge zu behalten. Stellen Sie sich intern folgende Fragen:

Wie stark sind Sie von der Digitalsteuer betroffen? Kann man sie problemlos mittragen, oder sollte eine Änderung der Gebotsstrategie vorgenommen werden? In diesem Fall kann das Budget anhand der Werte des Vormonats so korrigiert werden, das im oben genannten Beispiel auch inklusive der Steuer 200 € nicht überschritten werden.

Leider ist ein Ausschließen bestimmter Nutzer anhand von Standorten nicht möglich, da Google im Zuge der Neuerung die Standortinformationen auf Nutzerbasis nicht mehr anzeigt.