Nicht erst seit der Einführung der DSGVO vor fast zwei Jahren ist das Thema “Cookie Consent” immer wieder Thema. Leider kann man dabei eine Menge falsch machen. Im folgenden Blog-Beitrag erfahren Sie dagegen, wie Sie es richtig machen.

Worum geht es? Der Cookie Consent, dieser mittlerweile auf vielen Webseiten obligatorische Hinweis bezüglich der Genehmigung von Cookies durch den Nutzer, wurde bisher meist lapidar mit einem schmalen Banner oben oder unten auf der Webseite abgetan. In der Regel wurde dieser vom genervten Nutzer ignoriert oder weggeklickt, denn Auswirkungen hatte die Bestätigung meist eh nicht. Mittlerweile gelten jedoch härtere Regeln, sodass sowohl Webseitenbetreiber als auch -besucher mehr tun müssen. Während Letztere lediglich ein bis zwei Klicks mehr machen müssen, sind die Herausforderungen der Verantwortlichen von Internetseiten um ein Vielfaches höher. Sie müssen dafür sorgen, dass die Nutzer entscheiden können, ob und welche Cookies gesetzt werden. Doch dabei passieren – wie wir mittlerweile als betreuende Agentur feststellen mussten – eine Menge Fehler.

Warum? Weil nicht optimale Einstellungen dazu führen können, dass in den Analysesystemen viel weniger Daten als vorher gemessen werden. Nicht selten sind etwa im Google Ads-Konto nach der Umsetzung einer neuen Cookie Consent-Lösung die Conversions, also die zur Optimierung nötigen Erfolgsdaten, gänzlich verschwunden oder um mehr als 50% eingebrochen:

Beispiel 1 (totaler Conversion-Einbruch):

Beispiel 2 (Rückgang um mehr als 50%):

Durch solch starke Einbrüche bei den Erfolgsdaten ist etwa für uns bei Keyword-Experte die bestmögliche Ausnutzung der eingesetzten Werbebudgets nur schwer möglich. Auch den Webseitenbetreibern gehen oftmals in den Backend-Systemen wichtige Informationen verloren.

Was also sollten Sie beim Cookie Consent beachten?

Die Kunst ist es, nur so gesetzeskonform wie nötig zu agieren. Man muss schließlich nicht päpstlicher als der Papst sein.

Der Cookie Consent…

  • muss die Navigation auf der Seite blockieren, bis der Besucher eine Entscheidung getroffen hat.
  • sollte dabei mitten auf der Seite stehen (anstatt etwa als Bannerleiste ganz oben oder unten auf der Seite, da er dort häufig übersehen wird).
  • muss es dem Nutzer ermöglichen, bestimmte Cookies abzulehnen.
  • sollte es dem Nutzer dabei aber nicht zu einfach machen, die Cookies abzulehnen!

Letzteres lässt sich häufig durch Gestaltung der Schaltflächen erreichen. Die Standardeinstellungen der Anbieter sind meist die schlechteste Möglichkeit. Manuelle Anpassungen sind daher notwendig. Im Folgenden finden Sie ein paar aus unserer Sicht relativ gut funktionierende Beispiele, da sie dem Nutzer das Akzeptieren sämtlicher Cookies am deutlichsten “nahelegen”:

Beispiel 1 (siehe Keyword-Experte.de):

Beispiel 2:

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihnen hier nur unsere Eindrücke und Meinungen darbringen, jedoch keine rechtsverbindliche Beratung oder Empfehlung geben können. Fragen Sie in jedem Fall bitte Ihren Rechtsexperten bzw. Datenschutzbeauftragten, um eine für Ihr Unternehmen geeignete Lösung zu finden.

Außerdem empfehlen wir, nach der Implementierung die Auswirkungen auf die Erfolgsmessung im Auge zu behalten und ggf. zur Optimierung notwendige Zielwerte gemeinsam mit Ihrer Agentur anzupassen.

Sollten Sie bei der Einrichtung des Cookie Consent Hilfe benötigen, schreiben Sie uns einfach über das unten stehende Kontaktformular, wir setzen uns dann unverzüglich mit Ihnen in Verbindung.