Bereits Ende Mai, traditionell auf der Entwicklerkonferenz Google I/O, wurde Android M vorgestellt und kurz danach wurde auch die erste Developer Preview veröffentlicht. Nach der dritten Preview im August war dann sowohl die Bezeichnung Android Marshmallow als auch praktisch alle neuen Funktionen bekannt – so dass es auf dem Google Event in der nächsten Woche keine großen Überraschungen geben wird. Eine interne Präsentation fasst nun noch einmal die wichtigsten Punkte zusammen.

Google hat sich vier Punkte herausgepickt, die man als Highlights des neuen Betriebssystems ansieht und diese wohl auch entsprechend bewerben wird: Die Hauptfunktion ist Now on Tap, das jederzeit zur Verfügung stehen und den Nutzer Informationen zum aktuellen Bildschirminhalt geben soll – basierend auf den angezeigten Texten und auch Bildern. Da man es als wichtigste Funktion ansieht, dürfen wir darauf hoffen, dass die Funktion vom Start weg auch in Deutschland zur Verfügung stehen wird – was bisher noch immer nicht sicher gewesen ist. Das nächste ist die Unterstützung des Fingerabdrucksensors, das neue Berechtigungs-Modell und die optimierte Akku-Laufzeit.

Lange Jahre lief bei Android alles unter dem Motto „Friss oder Stirb“ und der Nutzer konnte einer App lediglich ALLE geforderten Berechtigungen zugestehen, oder die App eben nicht installieren. Eine einzelne Auswahl von Zugriffsberechtigungen gab es höchstens mit speziellen Tools und durch Rooten des Smartphones. Jetzt ist das ganze standardmäßig integriert und Apps müssen nach neuen Berechtigungen fragen. Das gibt dem interessierten Nutzer nun mehr Sicherheit und vor allem den Überblick darüber, welche App eigentlich auf welche Daten zugreifen kann. Eine Berechtigung kann auch im Nachhinein wieder entzogen werden.

Mit dem Doze-Modus kann Android die Akku-Laufzeit des Smartphones (unter optimalen Bedingungen) verdreifachen, allerdings nur im Standby. Das System wertet ständig aus, ob das Smartphone genutzt wird oder nicht und schaltet es nach längerer Inaktivität in den Sleep-Modus und fährt alle Prozesse komplett auf ein Minimum herunter. Dazu kommt unter anderem auch der Bewegungssensor zum Einsatz, der bemerkt ob der Nutzer das Smartphone bei sich trägt oder nicht.